[Rezension] Die Wölfe von Pompeji | Feminismus im Römischen Reich

von Elodie Harper
Band 1 von 3
erschienen 2023

Im alten Pompeji versklavte Heldin erhebt sich über ihre Unterdrücker – und es ist eine Freude dabei zuzusehen.

„Die Wölfe von Pompeji“ habe ich im Rahmen eines Buchclubs gelesen. Eigentlich bin ich kein besonders großer Fan von historischen Romanen, aber dieser hat meine Meinung definitiv geändert.

Amara ist eine erfrischend clevere und selbstständige Protagonistin. Intrigen, Machtspiele und Manipulation begleiten ihren Alltag und Amara macht sie sich zu eigen, um der Freiheit Stück für Stück näher zu kommen.

Im Laufe der Geschichte erleben wir Amaras erstickendes Gefühl, nicht über das eigene Leben und den eigenen Körper bestimmen zu können, hautnah mit. Das hat mich teilweise sehr bedrückt, aber gleichzeitig auch dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, in der Hoffnung, dass sie endlich die Freiheit erlangt.

Besonders interessant fand ich, dass die Autorin verschiedene Frauen in der Wolfshöhle skizziert, die alle ein etwas anderes Verständnis von Freiheit, Glück, Rollenverteilung und dem, was sie sich erhoffen dürfen, haben. Es war spannend zu sehen, welchen Weg die einzelnen Frauen wählen (sofern sie eine Wahl haben).

Die Stadt Pompeji und das Leben in der Antike wird von der Autorin sehr bildhaft beschrieben und es hat Spaß gemacht, in die Welt und den Alltag der Figuren einzutauchen. Der Schreibstil ist letztlich auch der Grund, warum ich mich für den historischen Teil des Buches so begeistern konnte.

Das Ende des Buches ist richtig überraschend und hat mich sofort mit Teil 2 beginnen lassen. Insgesamt ist „Die Wölfe von Pompeji“ ein spannendes Buch, mit vielschichtigen und interessanten Charakteren. Die Geschichte lässt die Lesenden tief ins antike Pompeji abtauchen, was richtig Spaß gemacht hat.

Bewertung

Das Buch ist etwas für Fans von:
starken weiblichen Charakteren, dem Römischen Reich, lebensnahen Geschichten ohne Happy End Garantie

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