Respectfully, no.
Nachdem „Powerless“ so gehypet wurde, war ich davon ausgegangen, dass es sich um eine neuartige und aufregende Geschichte handelt. Das zeigt mal wieder, dass Hype ein Buch nicht automatisch lesenswert macht.
Müsste ich das Buch in einem Satz beschreiben wäre dieser: Eine fast billige Tribute von Panem Kopie, versetzt in ein Mittelalterliches Setting (in dem es trotzdem Lampen mit Lichtschalter gibt?!). Mein persönliches Problem mit dieser Geschichte war einfach, dass es mir in vielen Punkten zu nah an den Büchern um Katniss & Co. war.
Da sind die Säuberungsspiele, die an dunkle Zeiten erinnern und für Demut sorgen sollen, Interviews in schönen Kleidern von einer Frau geführt, die verdächtig an die Figur Caesar Flickerman erinnert: leicht exzentrisch, blaue Haare, blitzweiße Zähne. Dann natürlich das Training und die Spiele selbst. Dazu kommt der obligatorische Ball.
Ich wollte „Powerless“ wirklich mögen. Aber die Geschichte wirkte auf mich fast lieblos. Szenen werden aneinandergereiht und abgehandelt, ohne das richtig Stimmung aufkommt. Vor allem ab der zweiten Hälfte besteht die Geschichte nur aus einem Ball nach dem anderen. Der Schreibstil ist betont blumig, aber auch das hat der Geschichte nicht geholfen und mich teilweise eher gestört. Wenn ich noch einmal lese, wie Kai betont lässig seine Hände in die Hosentaschen schiebt… 😀
Paedyn allerdings war mir sehr sympathisch. Sie war clever, einfallsreich und mutig; UND sie hat Kai in seine Schranken verwiesen. Das Knistern zwischen den Beiden war spürbar und ihre Dialoge haben mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Aber auch das mündete irgendwann in immer gleich ablaufenden Szenen, in denen Paedyn und Kai umeinandertänzeln und verlor so schnell seinen Reiz. Der Slow Burn ist wirklich seeehr slooow. Kai als Figur hat mich nur teilweise überzeugen können. Der kaltherzige Vollstrecker passte nicht recht zum Golden Retriever Boyfriend, in den er sich innerhalb von Sekunden, nachdem er Paedyn trifft, verwandelt hat.
Ich bewerte Bücher nicht gerne schlecht, aber „Powerless“ hat mich leider enttäuscht und die letzten 50 Seiten haben mir einiges abverlangt, um das Buch zu beenden.
TL;DR
Eine fast billige Tribute von Panem Kopie, versetzt in ein Mittelalterliches Setting, aber mit einer mutigen und überzeugenden Protagonistin.
Book Tropes & Elemente:
Enemies to Lovers, Hidden Identity, Survival, Forbidden Love





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