[Rezension] Die sieben Männer der Evelyn Hugo | Porträt einer Hollywood-Ikone

von Taylor Jenkins Reid
Einzelband
erschienen 2024

Hollywood ist mehr Schein als Sein…

Ich liebe wie sehr der Klappentext einen zunächst im Dunkeln darüber lässt, worum es in der Geschichte eigentlich geht.

Gleich zu Beginn der Geschichte entsteht ein Sog, der es schwer macht mit dem Lesen aufzuhören. Der Autorin gelingt es nicht nur die schillernde Zeit des 50er Jahre Hollywoods zu zeichnen, sondern schafft mit Evelyn Hugo eine komplexe, ambivalente und interessante Figur.

Ich mag es Figuren zeitweise nicht zu mögen, denn daran merke ich, dass eine Figur echten Tiefgang erreicht. Denn absolut niemand ist immer likeable.

Genau so ist es mir mit Evelyn Hugo ergangen. Ich habe sie für ihre Willensstärke, Unverblümtheit und die Fähigkeit große Entscheidungen zu treffen bewundert und gleichzeitig ihren Egoismus und ihre scheinbare Kälte kritisiert.

Bei Monique fiel es mir schon leichter. Sie ist bewusst so geschrieben, dass man sich gut mit ihr identifizieren kann und ich habe gerne beobachtet, wie sie durch die Interviews mit Evelyn zu ihrer eigenen Stärke findet.

Das Zustandekommen der sieben Ehen finde ich schlüssig dargestellt und die Geschichte sehr rund aufgebaut. Seit langem habe ich beim Lesen auch mal wieder das ein oder andere Tränchen verdrückt. Im letzten Drittel schleichen sich ein paar Wiederholungen ein und es fehlt an neuen Impulsen, aber das Finale und der große Twist am Ende wiederrum kommen dann relativ schnell.

TL;DR

Komplexes Porträt einer Hollywood-Ikone, die reinen Tisch machen will. Aufwühlend, interessant und ermächtigend.

Bewertung

Book Tropes & Elemente:

secret identities, right person/wrong time, Hollywood Glamour/Scandal, price of fame

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