[Rezension] Der Tempel der Fortuna | Feminismus im Römischen Reich

von Elodie Harper
Band 3 von 3
erschienen 2024

Wie weit darf man an Fortunas Rad drehen, bis man alles verliert?

„Der Tempel der Fortuna“ ist ein mehr als würdiger Abschluss der Wolfshöhlen Trilogie.

Das Buch geht sehr schnell los und in einem gefühlten Wimpernschlag hatte ich die ersten 20% gelesen. Generell liest sich das Buch sehr schnell. Im Gegensatz zum zweiten Band verzichtet die Geschichte auf längere Hinleitungen zu großen Ereignissen.

Allerdings sind mir einige Fehler in der Übersetzung aufgefallen, die mich manchmal schon gestört haben. Teilweise gab es inkonsequente Übersetzungen von Spitznamen, Rechtschreibfehler oder auch merkwürdige Satzstellungen.

An Amara hatte ich hohe Erwartungen. In den ersten beiden Bänden fällt es leicht ihr moralische Fehltritte zu verzeihen, da ihre Freiheit, als übergeordnetes Ziel, immer im Raum stand. Nun, da das Ziel final zum Greifen nah war, habe ich Amaras Zerrissenheit zwar gut verstehen können, hatte aber dennoch eine klare Erwartung. Diese Verbundenheit zu Amara, die wir als Lesende aufbauen, ist der Autorin sehr gut gelungen.

Sowohl sprachlich, als auch gesellschaftlich hat die Autorin das enge historische Korsett etwas gelockert. In den ersten beiden Bänden wirkte der historische Kontext deutlich strenger und erdrückender.

Die Ereignisse dieses Bandes übertrumpfen die der Vorgänger um einiges. Die Einbindung des Ausbruchs des Vesuvs finde ich sehr gelungen und Elodie Harper hat es geschafft, die Folgen in all ihren Facetten darzustellen: Verzweiflung, Flucht und Verlust waren zum Greifen nah.

Alles in Allem ist „Der Tempel der Fortuna“ ein wunderbarer Abschluss dieser aufregenden und emotionalen Reihe.

Bewertung

Das Buch ist etwas für Fans von:
starken weiblichen Charakteren, dem Römischen Reich, lebensnahen Geschichten ohne Happy End Garantie

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